Graphisoft Center Rhein-Main

Rückblick: KulturLEBEN


Räume für Kunst & Kultur

Architektur ist oft selbst Kunst und Kultur. So kann ein zeitgenössisches modernes Gebäude über die Jahrzehnte selbst zum Denkmal und somit zum Kulturerbe werden. Jedoch steht bei der Architektur im Gegensatz zur Kunst die Funktion im Vordergrund. Bei unserem Vortragsabend am 23.11.2016 im Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz in Mainz wollten wir Ihnen Architekturprojekte vorstellen, die die Funktion haben, Räume für Kunst und Kulturgüter zu schaffen, um diese geeignet zu präsentieren. Diese „Funktionsbauten“ müssen aber nicht zwangsweise dem Präsentierten im Inneren in ihrer Ausdruckstärke nachstehen.

Nach der Begrüßung und den einleitenden Worten von Edda Kurz, Vorstandsmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz präsentierten wir Ihnen erstmalig die GRAPHISOFT Rhein-Main Kundenprojekte 2016.
Seit 2011 erhalten wir zahlreich Projekte unserer Kunden. Auch in diesem Jahr hatten unzählige Büros Interesse bei den Kundenprojekten 2016 mitzumachen und ihre Projekte vorzustellen. Aus diesen vielen Projekten wählten wir 32 Projekte aus die ihre Besonderheit im Entwurf, Konstruktion oder Innovation hatten. An diesem Abend stellten wir Ihnen eines dieser Projekte vor und freuen uns schon darauf, Ihnen weitere dieser Projekte in unseren nächsten Vortragsabenden nähere vorzustellen.
Unter allen teilnehmenden Büros verlosten wir ein iPad Air mit der BIMx Pro App. Wir gratulieren Herrn Dipl.-Ing. Architekt BDA Joachim Raab von o5 architekten bda raab hafke lang aus Frankfurt herzlich zum Gewinn.

Im Anschluss stellte uns der frisch gebackene Gewinner Herr Joachim Raab das Museum an der Kreuzkirche in Frankfurt-Preungesheim vor.
In Preungesheim wurden seit Jahrhunderten Dokumente archiviert und ab dem 18. Jahrhundert wurden durchgängig Chroniken & Artefakte gesammelt. Ein Museum sollte entstehen.
Ein Raum mit 40 qm im Erdgeschoss des Pfarrhauses mit viel zu vielen Fenstern, um Information an Wänden zu integrieren wurde zum Museumsraum auserkoren. Kleinteilige Museumsobjekte benötigen geeignete Präsentationsflächen.
Zusammen mit dem Kurator wurde ein geeignetes Konzept entwickelt, in welchem u.a. einen Zeitstrahl vorgesehen wurde. Es benötigt ein flexibles Interieur. Modulsysteme mit ausziehbaren Schubladen dienten als Lösung. Alte Fensternischen wurden mit bedrucktem Plexiglas versehen. Auf kleinem Raum viel kleinteilige Geschichte zu visualisieren und dennoch eine homogenes Raumgefühl zu erschaffen ohne das die Ausstellung im Raum überladen wirkt, wurde wunderbar in diesem Projekt aufgezeigt.

Zum Schluss führte uns Herr Dipl.-Ing. (FH) Architekt Ingo Drommershausen von Archidee Drommershausen-Böhme Dipl.-Ing. Architekten BDB aus Gießen und "Bauherrin" Frau Ursula Rock vom Regierungspräsidiums Gießen, Obere Fischereibehörde an die Lahn ins "Lahnfenster" nach Gießen. Das Projekt hatten wir im letzten Jahr als eines der Kundenprojekten 2015 ausgewählt.
Ökologischer Bau bringt Kosten mit sich, welche die Bevölkerung hinterfragt. Um aufzuzeigen, weshalb ein Fischaufstieg notwendig ist, wurde eine Beobachtungsstation vorgesehen. Die im Jahr 2007 im Stadtzentrum Gießen erbaute Fischaufstiegsanlage am Wehr der Klinke´schen Mühle wurde 2014 erweitert. Der integrierte Besucherraum im Untergeschoss – das „Lahnfenster Hessen“ – gibt mit großen Scheiben Ausblicke zum Fischwanderweg und zur Unterwasserwelt der Lahn.
Das Gewässer-Informationszentrum erhielt auf der Beobachtungsstation eine überdachte Aussichtsplattform mit Reuse und mit Blick auf die Lahn sowie eine Pavillon, der für Schulungen, Vorträge und Ausstellungen genutzt wird. Die Projektkosten betrugen 1.000.000 €. 

Später wurde bei Brezeln und Wein auf dem "Platz der Architekten" des Zentrums Baukultur Rheinland-Pfalz weiter über die gezeigten Architekturkonzepte diskutiert.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besuchern für die vielen netten Gespräche und danken vor allem Frau Rock, Herrn Drommershausen und Herrn Raab für die interessanten und spannenden Vorträge.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten ArchitekturLEBEN . Rhein-Main.

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