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Rückblick: HolzLEBEN


Der natürlich gewachsene Baustoff

Schon als Baum dient Holz Lebewesen als Behausung. Diese Eigenschaft hat sich der Mensch schon immer zunutze gemacht und Holz als Baustoff für Hütten, später für Häuser verwendet. Holz bietet unbegrenzte Planung- und Gestaltungsmöglichkeiten wie kaum ein anderer Baustoff und punktet dabei gleichzeitig in ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Er hat einen hervorragenden Wärmeschutz und bietet ein gutes Raumklima zu Wohlfühlen. Er ist nach wie vor einer der modernsten und langlebigsten Baustoffe. Bei unserem Vortragsabend am 15.02.2017 im Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz in Mainz stellten wir Ihnen zwei moderne und interessante Holzprojekte vor. Der dritte Vortrag von Frau Angela Fritsch von ANGELA FRITSCH ARCHITEKTEN BDA musste leider ausfallen, da sie kurzfristig erkrankt war.

Nach der Begrüßung und den einleitenden Worten von Edda Kurz, Vizepräsidenten der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, stellt uns Dipl.-Ing. Architekt Matthias Kölsch von Architekten Müller & Kölsch Partnerschaft aus Friedberg den Erweiterungsbau des Kindergarten Langenhain vor.
Ein Platz zum Forschen, Wachsen und Entdecken für Kinder ab 1 Jahr. Das Gebäude wurde in Holzmassivbauweise erstellt. Wandelemente wurden in großen vorgefertigten Teilstücken auf die Baustelle gebracht und zum Rohbau montiert. Das Lerchenholz der Fassade verwittert und verändert seine Optik. Mit der Zeit entwickelt das Holz eine eigene Patina die sich selbst schützt. So fügt sich das Gebäude im Laufe der Zeit mit seinen Erdtönen in die Umgebung ein.
Vor allem die Dachkonstruktion erfordert "viel Schmalz", wie Herr Kölsch scherzhaft bemerkte, um eine Möglichkeit zu finden, die Flachdachabdichtung, die unter den Holzlamellen liegt, dicht zu bekommen. Eine ausgeklügelte Unterkonstruktion war die Lösung.

Im Anschluss führte und Architekt Andreas Janouschkowetz von LOEWER + PARTNER Architekten und Ingenieure PartG aus Darmstadt/Leipzig in das Schuldorf Bergstraße, um das mehrfach ausgezeichnete prämierte Holzbauprojekt die Sporthalle an der Düne vorzustellen.
Die Idee das Schuldorf mit seinen Klinkerbauten und dem Kiefernwald als „Ein Ganzes“ zu interpretieren war gestaltprägend für den Entwurf der Sporthalle. Hiermit setzten sich die Architekten Loewer und Partner in einem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb gegen 20 renommierte Architekturbüros durch.
Das Gebäude wurde soweit eingegraben, dass Besucher das Gebäude ebenerdig im Erdgeschoss betreten können. Im Erdgeschoss sind die Raumbegrenzenden Bauteile überwiegend transparent ausgebildet. Die Oberlichter auf dem Dach sind in transluzenter Ausführung somit wird die Halle insgesamt aufgehellt ohne Blendungen. Lochblech mit Baumartiger Struktur wurde als Band um das Gebäude montiert. Die Baumstruktur ergab sich aus Bildmaterial des umliegenden Grün.
Der barrierefreie Faktor für mobile Einschränkungen wurde berücksichtigt und durch das umliegende Grün sowie das kontrastreiche Farbkonzept im Hallenbereich ist die Orientierung auch für Seheingeschränkte Nutzer ein Leichtes.

Später wurde bei Brezeln und Wein auf dem "Platz der Architekten" des Zentrums Baukultur Rheinland-Pfalz weiter über die gezeigten Architekturkonzepte diskutiert.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besuchern für die vielen netten Gespräche und danken vor allem bei Herrn Kölsch und Herrn Janouschkowetz für die interessanten und spannenden Vorträge.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten ArchitekturLEBEN . Rhein-Main.

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