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PGM-Architekten.Innenarchitekten - VR Bank Memmingen

Umbau und Sanierung der VR Bank Memmingen Hauptfiliale

Umbau und Sanierung der VR Bank Memmingen Hauptfiliale

Innenarchitektur trifft Stadtplanung - nach oben offen!

Innenraumfläche ca. 1300m²
Fassadenfläche ca. 1300m²


Zwischen den Polen Stadtplanung und Innenarchitektur entwickelte sich das Umbau- und Sanierungsprojekt der VR Bank Memmingen.

Acht Häuser in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof sowie zum Stadtzentrum bilden ein Carré mit innenliegenden Hof als Mittelpunkt. Der Überdachte Hof wurde bisher zwar auch als Kundenhalle genutzt, allerdings war die herausragende Lage als Mitte und Verbindungselement der einzelnen Gebäude nicht ablesbar und der Renovierungsstau unübersehbar.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde der Innenhof als Platz neu erschaffen.
Die Idee war hierbei, die städtebauliche Bedeutung des Platzes als freies, nach oben offenes Zentrum mit umgrenzender Bebauung auf den Innenhof des Carrés zu übertragen, diesen Platz den Funktionsabläufen anzupassen und die Gebäudeteile repräsentativ miteinander zu verbinden.

Hierzu wurde die offene Treppe zur Galerie hinter einer Wandscheibe versteckt und eine Projektionsfläche für Veranstaltungen geschaffen. Eine innenliegende Gebäuderückwand wurde mit horizontalen Latten verkleidet und Präsentationsflächen integriert. Notwendige Lüftungsinstallationen wurden in den Zwischenräumen vorborgen. Weiterhin integrierte PGM einen zweigeschossigen Kubus in den Hof und holte somit ausgelagerte Funktionen ins Zentrum. Hier finden nun Beraterbüros, Garderobe, Lounge und das Herz der Bank, der Serverraum, Platz. Die Raumproportionen des Innenhofes wurden durch diese Maßnahme deutlich harmonischer.
Die Lichtkuppeln der 70er Jahre wurden durch breite Oberlichtbänder ersetzt und sorgen für eine optimale Tageslichtversorgung.
Um die Bedeutung als Platz weiter zu stärken stellte PGM neue Verbindungen her. Zuvor abgetrennte Mieteinheiten sind nun verbunden können von der neuen Offenheit profitieren. Die SB Zonen der gegenüberliegenden Gebäude wurden neu gestaltet und nehmen die Gestaltungselemente des Hofes wieder auf.

Farb- und Materialgestaltung sind raumbildend eingesetzt. So ist die Parkettfläche nicht nur die Fortsetzung der Mitte sondern auch der Schwerpunkt der Kundenbetreuung und Fundament des Bankgeschäftes.

Ebenso wurden Maßnahmen zur energetischen Sanierung vorgenommen, die zu einer radikalen Reduzierung des Heizwärmebedarfes von ca. 80% führten. Eine jetzt installierte Photovoltaikanlage sorgt für eine weitgehend neutrale CO2 Bilanz.

Die Gesamtheit der Maßnahmen und baulichen Veränderungen bilden einen Maßanzug für den Kunden der das städtebauliche Konzept des Platzes auf die Innenarchitektur überträgt und die beiden für Banken enorm wichtigen Pole der Offenheit und Diskretion verbindet.