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NP Architekten - Ärztehaus am Hospital

Ärtzehaus am Hospital in Bensheim

Ärtzehaus am Hospital in Bensheim

Bauherr: Stiftung Heilig-Geist-Hospital Bensheim
Bauzeit: 2009-2011
NGF: Neubau 1.910 qm, Altbau 498 qm, Gesamt 2.407 qm
BGF: Neubau 2.399 qm, Altabu 658 qm, Gesamt 3.057 qm
BRI: Neubau 7.851 cbm, Altbau 2.224 cbm, Gesamt 10.074 cbm
Kosten: 4.840.000 €

Projektentwicklung:
2007 begannen erste Planungen für den Bau eines medizinischen Versorgungszentrums als Erweiterung einer denkmalgeschützten Villa in Bensheim.
Der Raumbedarf führte schließlich zu einer größeren Neubauergänzung der Villa und zu einem städtebaulich und architektonisch anspruchsvollen Projekt.
Unter Einbeziehung des Gestaltungsbei-rates der Stadt Bensheim formte sich das bauliche Konzept.

Baukonzept und Nutzung:
Die Gründung erfolgte über Bohrpfähle bis in 20 m Tiefe. Die tragenden Teile des Neubaus sind in Stahlbeton, die Halle in Stahl ausgeführt.
Der dreigeschossige Neubau ist über eine verglaste Halle mit der Villa verbunden. Die deutlich von der Umgebung abgesetzte Höhe und die Giebelständigkeit des Neubaus markieren einen wichtigen Straßenknick.
Bereits während des Baus änderte das medizinische Versorgungszentrum jedoch seine Pläne und wechselte den Standort. Die Stiftung vergab daraufhin die modularen Praxiseinheiten an selbständige Fachärzte und Therapeuten.
Das Ärztehaus umfasst heute 7 Praxen, darunter eine Hebammenpraxis, eine physiotherapeutische Praxis und eine Kinderkrippe. Die Praxen wurden unter Wahrung des Gesamtkonzeptes individuell für die einzelnen Nutzer umgestaltet und an deren technische Bedürfnisse angepasst.

Denkmalschutz:
Den denkmalrechtlichen Belangen wird u.a. durch eine Freistellung der Villa und der in der Halle fortgeführten Außenfassade Rechnung getragen. Die Anbindung erfolgt mit weitgehend transparenten Bauelementen und ist innerhalb der Praxen deutlich erlebbar.
Die gut erhaltenen Fassaden wurden sorg-fältig aufgearbeitet, die Dachkonstruktion erneuert und die ursprüngliche Schieferdeckung wieder hergestellt. Die Gesamtanlage erhielt eine mit der Denkmal-pflege abgestimmte Farbgebung.