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Neugebauer Architekten BDA - Einfamilienhaus in Wiesbaden

Assmann - Haus A: Neubau eines Einfamilienhauses in Wiesbaden

Assmann - Haus A: Neubau eines Einfamilienhauses in Wiesbaden

Bauherr: Holger Assmann
Bauzeit:  2009 - 2010
Grundstücksgröße: 890 m²
Grundfläche: 122 m²
Wohnfläche:  300 m²
Kosten:   700.000 €

Bei dem vorliegenden Projekt handelt es sich um ein anspruchsvolles Einfamilienhaus für eine junge Familie mit zwei Kindern in Wiesbaden. Da das bestehende Gebäude nicht erhaltenswert war, hat sich der Bauherr dazu entschlossen einen Neubau zu errichten, der heutigen Wohnvorstellungen und seinen individuellen Bedürfnissen Rechnung trägt.
Das Grundstück liegt in der Thünenstraße, welche sich derzeit im Wandel befindet. So nimmt der Entwurfsverfasser, was die städtebauliche Verträglichkeit betrifft, bewusst Bezug auf die aktuellen Neubauten in der Nachbarschaft.
Der Entwurf unterwirft sich konsequent in seiner architektonischen Ausprägung der modernistischen und vor Allem einer minimalistischen Tradition. Selbstverständlich standen bei der Beantwortung der Aufgabenstellung die funktionalen Aspekte und die räumlichen Anforderungen des Bauherren im Vordergrund.
Die Erschließung des Neubaus erfolgt an der ursprünglichen Position und wird durch eine geschickte Einbindung der bestehenden Garage, welche in der Vorgartenzone liegt, mit Hilfe einer leichten Überdachung in Form eines Brückenschlags zwischen Garage und Neubau betont. So entsteht eine ansprechende Eingangssituation, die den Auftakt zu einer vielversprechenden Bereicherung der architektonischen Landschaft Wiesbadens bildet.
Das Kellergeschoss ist auf Grund der gegebenen Topografie kein Vollgeschoss und insofern wird die baurechtliche Forderung, einer gemäß Bebauungsplan maximal 2-geschossigen Bebauung mit beiden eigentlichen Wohngeschossen (Erdgeschoss und Obergeschoss) erfüllt. Darüber befindet sich ein weiteres Staffelgeschoss.
Das Staffelgeschoss kombiniert einen Arbeitsbereich geschickt mit dem Traum des Bauherren von einer Wellness-Oase mit Freiluftdusche auf der großzügigen Dachterrasse und Sauna im Innenbereich.
Die Fassade folgt, wie bereits erwähnt, klassischen Prinzipien der Moderne. Sie versteht sich in ihrer spielerischen Darbietung von unterschiedlichen Formaten und Anordnungen quasi als Weiterentwicklung dieser Idee. Durch geschickte Abwägung von Masse zu Fenstern, entsteht so ein spielerischer Dialog zwischen den Innenräumen und gezielten Ausblicken in die unmittelbare Umgebung.
Hervorzuheben ist, dass dem Bauherrn an dem Erhalt der bestehenden vegetativen Struktur des Grundstücks gelegen war. So konnte anhand einer umfangreichen pflegerischen Strategie kritischer Baumbestand gerettet werden, um gerade die gewachsene vegetative Wahrnehmung des Straßenraums zu erhalten. Im Rahmen der gartenpflegerischen Behandlung wurde dieser Bestand durch adäquate Bepflanzung ergänzt.