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Hoechstetter & Partner Architekten - Freie Evgl. Schule Lahr

Neubau Freie Evangelische Schule Lahr

Neubau Freie Evangelische Schule Lahr

Bauherr: Freie Evangelische Schule Lahr e.V.

1. BA Grundschule: 2011-2014
NF: 7.470 qm
BGF: 10.763 qm
BRI: 46.7656 cbm

2. BA Grundschule dreizügig
NF: 1.362 qm
BGF: 2.550 qm
BRI: 9.373 cbm

Gesamtkosten Brutto: 4,37 MIO €
KG 300+400 brutto: 3,49 MIO EUR

Mehrfachbeauftragung, 1. Rang: April 2010

Städtebau & äußere Erschließung
Die vier Baukörper, drei für die Schulen und einer für die Dreifeldsporthalle, gruppieren sich windmühlenflügelartig um den zentralen Pausenhof. Die zugrunde liegende Idee ist das "Schuldorf" mit ablesbaren Häusern um den Dorfplatz. Alle Baukörper sind nach außen an die Baugrenzen bzw. Baulinien herangerückt. So profitieren sie von den umgebenden großzügigen Straßenräumen und schaffen viel Platz für den zentralen Pausenhof. Der Zugang zum Pausen- und Erschließungshof erfolgt über eine Vorfahrt mit angelagerten Parkplätzen von der Rainer-Haungs-Straße. In diesem Bereich befinden sich auch die Fahrradabstellplätze.

Funktion und innere Erschließung
Der Grundtypus der Realschule und des Gymnasiums ist identisch. Die Klassenräume gruppieren sich in einem sehr kompakten Baukörper windmühlenflügelartig um eine lichtdurchflutete, dreigeschossige Halle mit Oberlicht.
Dunkle Innenflure werden dadurch vermieden. Die Orientierung innerhalb der Schule ist gut und die Wege sind kurz. Informelle Bereiche fördern die Kommunikation in der Halle. Die Aula und die Cafeteria mit dem vorgelagerten Foyer ist als Verbindungsbaukörper zwischen den beiden Schulhäusern ausgebildet. Hier liegt später auch der zentrale Haupteingang.
Aula und Cafeteria sind über flexible Faltwände zusammenschaltbar, können aber auch unabhängig voneinander genutzt werden. Sie können sich in das Foyer hinein erweitern. Zur anderen Seite ist ihnen eine Terrasse vorgelagert.
Die Anlieferung der Cafeteria erfolgt von Norden über die Nebenstraße. Die Grundschule bildet den südlichen Abschluss des Pausenhofes. Sie ist als Zweibund mit zentraler Halle organisiert und hat einen separaten Pausenhof.
Die Sporthalle ist bis auf die Höhe der Geräte- und Umkleideräume eingegraben. Dadurch kann eine maximal mögliche Freifläche für den Pausenhof geschaffen werden.

Konstruktion, Wirtschaftlichkeit & Materialwahl
Die kompakte Bauweise garantiert günstige Verhältniszahlen von umbautem Raum zu Nutzfläche und Hüllfläche zu Volumen. Die Primärkonstruktion ist ein Skelettbau mit Stahlbetonstützen und Flachdecken mit Spannweiten von 7,50 x 7,50 m und einem Ausbauraster von 1,25 m. Die Außenwände sind mit einem Wärmedämmverbundsystem und Putz verkleidet. Durch den Verzicht auf Fensterstürze wird die Tageslichtnutzung in den Klassenräumen und Büros optimiert. Die Lamellen des außenliegenden Sonnenschutzes sind im Oberlichtbereich tageslichtlenkend ausgeführt und ermöglichen so auch bei geschlossenem Sonnenschutz eine blendfreie Nutzung von Tageslicht, so daß auch in diesem Fall kein Einsatz von elektrischem Licht erforderlich ist.