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GHP Architekten - KITA St. Bernhard Frankfurt

Ersatzneubau KITA St. Bernhard in Frankfurt

Ersatzneubau KITA St. Bernhard in Frankfurt

Projekt: Errichtung einer Tageseinrichtung für Kinder, Sonderbau nach § 2 (8) Pkt. 8 HBO
Bauherr: Katholische Kirchengemeinde St. Bernhard, Eiserne Hand 6, 60318 Frankfurt am Main
Bau- und Nutzungsbeschreibung: Gebäudeklasse nach §2 (3) HBO - Gebäudeklasse 3, Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung nach §2 (8) HBO: Nr. 8 Tageseinrichtungen für Kinder mit dem Aufenthalt von Kindern dienenden Räumen außerhalb des Erdgeschosses

Auf einem verwinkelten Grundstück fügt sich die Kita in „zweiter Reihe“ ein, in ein heterogenes Umfeld unmittelbar an der Kirche „St. Bernhard“. Nur der Eingangsbereich lugt mit dem auskragenden Obergeschoss in die Sichtachse. Die Verschachtelung des Baukörpers ist an den Fassaden ablesbar. Die Gruppenräume öffnen sich raumhoch verglast zum ruhigen Außenbereich im Süden und Westen. Im Obergeschoss gibt es Spielterrassen. Die Kita ist im Passivhausstandard in vorgefertigter Holzbauweise erstellt.

Bauweis:
Das zweigeschossige Gebäude soll in einer Holzbauweise erstellt werden. Die Bodenplatte ist aus Beton und Gründet auf Streifenfundamenten. Entlang der Tiefgarage werden diese bis unter die Bodenplatte der Tiefgarage geführt. Die Wände sollen in Holzständerbauweise errichtet werden, die Decken werden als Brettstapeldecken oder als Hohlkammerdecken bemessen. Die Rampe an der östlichen Seite des Mehrzweckraumes wird im Bereich der Fassade Mehrzweckraum mit einer befahrbaren Betondecke versehen. Die Bedachung des Kindergartes ist im Bereich der Terrassen mit Betonplatten im Splittbett vorgesehen, im Bereich des Daches ist eine Extensive Begrünung geplant,Schichtdicke Substrat 80 mm. Das Gebäude ist nicht unterkellert. Das Gebäude soll in der Passivhausbauweise errichtet werden. Das Passivhausprojektierungspaket wird anstelle dem Nachweis nach EnEV zum Bauantrag eingereicht. Der Mehrzweckraum im Erdgeschoß überbaut die südlich zum Neubau gelegene Tiefgarage. Der Kindergarten gründet jedoch unabhängig von der Tiefgarage.

Fassade:
Der Holzbau unterteilt sich in diverse Teile, durch ihre unterschiedlichen Fassaden ablesbar sind. Die vorgezogenen erdgeschoßigen Baukörper Mehrzweckraum und U3-Gruppenräume werden mit einer Sichtschalung in Holz verkleidet. Die Sockelbereiche des nördlichen Flügels werden mit geschoßhohen, farbig changierenden Fassadenplatten verkleidet. Das Farbspektrum wird nach Abstimmung zwischen Bauherr, Denkmalamt und Architekt erfolgen. Im Obergeschoß Westen werden die Fenster mit Fassadenplatten zu einem Feld zusammengefasst. Die übrigen Flächen erhalten Putz auf einer Putzträgerplatte, Anstich im weißen Spektrum.

Fenster und Verschattung:

Das Gruppenräume sind mit raumbreiten Verglasungen nach Süden und Westen ausgerichtet. Der Ausgang ist Freie erfolgt über eine geschlossene Tür , über der sich eine Lüftungsklappe zur Nachtauskühlung befindet. Die Südlichen Fassaden haben einen horizontalen Sonnenschutz durch den Laubengang und darüber über Sonnenschutzlamellen. Alle Fensterflächen nach Süden und Westen erhalten zudem eine vertikale Verschattung durch Raffstores. Die Fenster sollen aus Holz-Aluminium-Profilen erstellt werden.

Feuerungsanlage/Wärmeversorgung:
Die noch benötigte Wärmezufuhr erfolgt über den Heizraum im Gemeindeheim an der Eisernen Hand 6, der bereits den abzureisenden Kindergarten versorgt.

Teilweise Überdeckelung der Tiefgaragenrampe:
Die Tiefgaragenrampe entlang der Ostfassade des Mehrzweckraumes soll einen überfahrbaren Decken erhalten. Damit soll der Eingangsbereich des Neubaus aufgewertet werden. Die Tiefgarage ist mit ca. 795 qm incl. Rampe als Mittelgarage einzuordnen. Es gibt keine Lüftungsöffnungen an der östlichen Seite der Tiefgarage, die durch eine Überdeckung der Rampe neu beurteilt werden müssten. Das Tor der Tiefgarage soll an das vordere Ende des Deckels gesetzt werden und als luftdurchlässiges Rollgitter erstellt werden, um eine Verbesserung der Belüftung zum Bestand zu erreichen.

Stellplätze:
Zum alten Kindergarten mit 100 Kindern wurde vor in Kraft treten der gültigen Stellplatzsatzung errichtet. Der Neubau für 140 Kinder benötigt drei Stellplätze. Zweisind längs des Mehrzweckraums auf dem Deckel über der TGa –Rampe vorgesehen. Der dritte Stellplatz wird aus den bereits genehmigten Stellplätzen nachgewiesen.

Grenzbebauung zum Nachbargebäude Koselstraße:
Der Neubau schließt im Süden direkt an den Baukörper der Kostelstraße 15 an, jedoch in der Höhe innerhalb der Grenzen des noch vorhandenen Abbruchgebäudes, in der Breite weit darunter. Der Eigentümer der Koselstrasse 15, vertreten durch Herrn Schell, Gesamtverband der kath. Kirchengemeinden, hat bereits im März 2011 bei einem Ortstermin eine mündliche Zustimmung erteilt. Die schriftliche Einverständniserklärung wird dem Bauantrag nachgereicht.

Erschließung:
Das Gebäude liegt im Innenbereich des Blockes Eiserne Hand, Scheffelstraße und Koselstraße. Die Zufahrt zum Kindergarten befindet sich neben der Eisernen Hand 2-6 östlich der bestehenden Tiefgaragenrampe auf eigenem Flurstück. Ein Fußweg führt vom Kindergarten an der östlichen Fassade der Kirche St. Bernhard zur Koselstraße. Dieser ist von der Gemeinde für den öffentlichen Fußgängerverkehr freigegeben. Es ist eine 1,20 m breite Fußgängerbrücke über die Rampe der Tiefgarage vorgesehen und wird mit diesem Baugesuch beantragt, damit die Außenbereiche des Kindergartes eine direkte Zugänglichkeit erhalten.

Vorherige Nutzung:
Auf dem Gelände steht der alte Kindergarten der Gemeinde aus dem Jahre 1963, der nicht mehr den heutigen pädagogischen und räumlichen Anforderungen entspricht. Der Vorgängerbau fasste 90-100 Kinder.

Nutzung:

Die Kindertagesstätte wird zwei U3-Gruppen (je 10 Kinder) im EG und 6 Ü3-Gruppen (je 20 Kinder) im EG und OG fassen. Es ist eine Vollküche im EG vorgesehen und eine Verteilerküche im OG.