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Diehl • Architekten GmbH - Johanneum-Gymnasium Herborn

Neubau Gebäude 1 Johanneum-Gymnasium Herborn

Neubau Gebäude 1 Johanneum-Gymnasium Herborn

Baubeginn:             März 2010
Fertigstellung:        Dez. 2011
BGF:                          5.331 m²
HNF:                          1.837 m²
BRI:                         19.684 m³
Gesamtkosten:   ca. 7,8 Mio €
KG 300:              ca. 5,4 Mio €
KG 400:              ca. 1,3 Mio €
KG 500:              ca. 0,3 Mio €

Das Gebäude 1 des Johanneum-Gymnasiums, in dem sich neben 8 Unterrichtsräumen auch die (zu kleine) Verwaltung der Schule befand, wurde im Jahr 2009 wegen Mängeln an der Bausubstanz evakuiert und abgerissen. Der Neubau sollte die Anzahl der Unterrichtsräume erhöhen, eine deutlich vergrößerte Verwaltung aufnehmen, Möglichkeiten zur Lehrerarbeit an der Schule bieten und das Gesamtensemble aus fünf Gebäuden und zwei Sporthallen verbinden.

Das Gebäude ist insgesamt 4-geschossig und folgt an der Westseite im Straßenverlauf den Außenkanten des Bestands. Nach Norden setzt es sich
zunächst im rechten Winkel zur westlichen Gebäudekante fort, um dann in einen Knick die Geometriekanten des Gebäudes 2 (Bestand im Osten des
Areals) und der Aula aufzunehmen. Dadurch ist es möglich, sowohl zusätzliche Flächen zu schaffen als auch die Nordfassade dominierende alte Linde
zu schützen. Im Süden schließt das Gebäude über ein Verbindungsgebäude mit Glasfassade an den Bestand an, im Osten erfolgt Anschluss über das
Eingangsgebäude. Zum Hof hin werden die Geometrien der Bestandsgebäude im Westen und Süden aufgenommen und die Nordwestseite in einem
Winkel geschlossen.

Der Zugang von Außen erfolgt zum einen vom Haupteingang aus, zum andern über einen neu geschaffenen Zugang im Verbindungsgebäude zum
Bestandsgebäude 4. Die innere Erschließung erfolgt über Treppenhäuser, die sich, jeweils an den „Gebäudeenden“ gelegen, zum Schulhof orientieren. Die
Klassenräume orientieren sich in zwei Gruppen zum Schulhof nach Süden bzw. zur Konrad-Adenauer-Straße nach Westen.

Der Neubau bietet, 17 Unterrichtsräumen, einem Musikraum / Aula, 2 Lehrerarbeitsräumen, allen Archiven und Lagerräumen der Schule im KG und der Verwaltung mit mehr als verdoppeltem Raumangebot Platz.

Die verwendeten Materialien, Wasserstrichklinker an der Fassade, Jura-Natursteinböden in Fluren und Treppenhäusern, Holz-Alu Fenster aus Eichenholz sowie Türen mit Eichenzargen, entsprechen den Gestaltungsprinzipien des Gebäudes, das dem heterogenen Baubestand aus sechs Jahrzehnten einen Ankerpunkt bietet und selbst würdevoll altern soll.