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agn smp Generalplaner - Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule

Erweiterungsneubau Wilhelm-Heinrich-von-Riehl Schule in Wiesbaden

Erweiterungsneubau Wilhelm-Heinrich-von-Riehl Schule in Wiesbaden

Wesentliche Maßnahmen

  • Einbindung des Gebäudes in das bestehende Baufeld und die Nachbarbebauung
  • Berücksichtigung Topographie
  • Erweiterungsneubau in Passivhausbauweise
  • Nachweis konstruktiver Brandschutz
  • Zusammenarbeit mit öffentlichem Auftraggeber
  • Erfüllung Raumprogrammvorgaben
  • Ganztagsschule 

Alle Schüler der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule sollten gemeinsam auf dem Grundstück Rudolf-Dyckerhoff-Straße 10 unterrichtet werden. Da die bestehenden Baukörper nicht die notwendigen Räumlichkeiten beherbergen, um die durchführen zu können, sollte ein Erweiterungsneubau auf dem Grundstück errichtet werden.
Der damals genutzte zweite Standort in Biebrich sollte in diesem Zuge geschlossen und für eine Folgenutzung frei gemacht werden.
Aufgrund des Grundstückszuschnitts und der Lage der bestehenden Baukörper und um die bestehende
Pausenhoffläche so wenig wie möglich in Mitleidenschaft zu ziehen wurde der Baukörper als „einfacher“ Riegel an der nördlichen Grundstücksgrenze platziert.
Um das erforderliche Raumprogramm aufnehmen zu können, sollte ein nicht unterkellerter Baukörper mit drei Vollgeschossen entstehen.
Der Zugang erfolgt zentral über den bestehenden Pausenhof, entsprechend der optimalen Blickachsen und Wegebeziehungen. Aufgrund der vorhandenen Topographie wird das Gebäude von Norden – von der höher liegenden Diltheystraße her – lediglich als 21/2 geschossig wahrgenommen.
Die Raumorganisation folgte dem Konzept der IGS, so dass pro Geschoss eine Klassenstufe mit zugehörigem Lehrerteamraum untergebracht ist. Im Erdgeschoss sind zudem die Haustechnik, die Toilettenanlagen sowie Büros für Schulleitung und Sekretariat untergebracht. In den oberen Geschossen befinden sich auch stufenübergreifende Unterrichtsräume für Arbeitslehre, Musik, bildende Künste und naturwissenschaftliche Fächer.
Die Erschließung erfolgt über das zentrale notwendige Treppenhaus und einen mittleren Flur in die Klassenräume. Entlang der Flurachse wurden die beiden Nutzungsspangen im Grundriss gegeneinander verschoben, so dass der Flur – trotz seiner Länge – gut belichtet wird (seitliche Belichtung an den Flurenden). An den Enden des Flures befindet sich jeweils ein außen liegendes Fluchttreppenhaus.
Der Baukörper wurde als Passivhaus errichtet.
 
Konstruktion
Der Baukörper wurde als massiver Baukörper errichtet. Die Wände bestehen aus Mauerwerk sowie aus Beton. Die Decken wurden als Fertigteildecken ausgeführt. Die notwendige Treppe wird als Stahlbeton-Fertigteiltreppe ausgeführt, die beiden Fluchttreppen als filigrane Stahlkonstruktion.
Um den Passivhausstandard zu erreichen wird das Gebäude mittels eines verputzten Wärmedämmverbundsystems hoch gedämmt und wärmebrückenfrei/-reduziert ausgeführt.
Das Flachdach ist als Kiesdach mit Solaranlagen ausgeführt.
 
Haustechnik
Dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in jedem Klassenraum inkl. Nachtauskühlung mit Zeitsteuerung, Photovoltaik-Anlage für Beheizung und Stromversorgung, CO2-Erkennung in jedem Klassenraum zur bedarfsgesteuerten Aktivierung der LTA, zentralgesteuerte Verdunklungsanlage mit Sonnen-, Wind- und Regenwächter
 
Fenster und Türen
Die Fensteranlagen werden mit einer Dreifachverglasung ausgeführt, um den Passivhaus-Standard zu erreichen.
 
Äußere Gestaltung
Durch seine Klarheit und die strukturierten Fassaden tritt der neue Baukörper nicht in Konkurrenz mit dem historischen Bestandsgebäude. Durch seine einfache Formensprache  wirkt er unaufdringlich, jedoch nicht langweilig.
Die Fassade hat einen hellen Anstrich erhalten. Das Erdgeschoss ist farbig abgesetzt (dunkles Grau). Farbige Akzente am Eingangsbereich, den Fluchttreppenhäusern, usw. verleihen dem Baukörper einen Wiedererkennungswert.